European Fashion Alliance veröffentlicht wegweisenden Bericht zu den Bedürfnissen der europäischen kreativen Modeindustrie
Berlin, 2026 – Europas Modesektor steht an einem Wendepunkt. Doch was muss geschehen, damit dieser Wandel gelingt? Diese zentrale Frage untersucht der heute von der European Fashion Alliance (EFA) veröffentlichte Report on the Needs of the European Creativity-Driven Fashion Industry 2025. Die wegweisende Analyse zeigt die Herausforderungen, Chancen und strukturellen Anforderungen des europäischen Modeökosystems auf und legt einen besonderen Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – das Rückgrat der Branche.
„Wenn Europa global führend sein will, müssen wir die Kreativen stärken, die seine Zukunft gestalten. Dieser Bericht weist den Weg für diese Unterstützung und zeigt klar auf, wo gezielte Investitionen, politische Abstimmung und strukturelle Verbesserungen notwendig sind“, sagt Scott Lipinski, CEO des Fashion Council Germany und Vorsitzender der European Fashion Alliance.

„Mode ist mehr als das, was wir tragen; sie ist eine Sprache der Identität und der Emotion. Im Kern geht es beim Modedesign um zweckgerichtete Kreativität – darum, Ideen, Kultur und Handwerkskunst in Stücke zu verwandeln, mit denen Menschen ausdrücken können, wer sie sind. Europa sollte seine Kultur und Kreativität bewahren, indem es seine Modedesigner unterstützt“, sagt Silvia Kabaivanova, Vorsitzende der Bulgarian Fashion Association und Mitglied der European Fashion Alliance.
Auf der Grundlage ausführlicher qualitativer Interviews mit 26 EFA-Mitgliedern sowie Erkenntnissen aus der vorherigen Status of European Fashion-Umfrage identifiziert der Bericht konkrete Empfehlungen für EU-Institutionen. Strukturiert in sieben Themenbereiche – Nachhaltigkeit; Innovation & Digitalisierung; Bildung & Kompetenzen; Kommunikation & Distribution; Verantwortungsbewusster Konsum; Systemische Unterstützung & gleiche Wettbewerbsbedingungen; Stärkung der Wertschöpfungskette – präsentiert er klare und umsetzbare Vorschläge, die aus im Bericht identifizierten strukturellen Lücken abgeleitet sind:
- Nur die Hälfte der Unternehmen fühlt sich über kommende EU-Regulierungen informiert: Lediglich 52 % der befragten Unternehmen waren mit der Verordnung über umweltgerechte Gestaltung nachhaltiger Produkte (Ecodesign for Sustainable Products Regulation – ESPR), einer der wichtigsten bevorstehenden politischen Maßnahmen für den Sektor, vertraut.
- Eine Mehrheit hat Schwierigkeiten, ihren Wert gegenüber Fast Fashion zu kommunizieren: 66 % der Unternehmen sind der Ansicht, dass das öffentliche Image der Modebranche „eher negativ“ oder „negativ“ ist, was es verantwortungsvollen europäischen Marken erschwert, sich zu differenzieren.

Auf Basis dieser und weiterer Erkenntnisse umfassen die 63 Empfehlungen des Berichts zur Stärkung von Nachhaltigkeit, Innovation und systemischer Unterstützung in ganz Europa unter anderem:
- Ein europäischer Fashion Hub – eine von der EU unterstützte digitale One-Stop-Plattform, die KMU regulatorische Leitlinien, Nachhaltigkeits-Toolkits, Finanzierungsinformationen, Mentoring und Innovationsressourcen bietet.
- Reduzierte Mehrwertsteuer für zertifizierte nachhaltige Materialien, EU-weit harmonisierte Nachhaltigkeitszertifizierungen sowie eine verstärkte Unterstützung der lokalen Produktion.
- EU-weite Aufklärungskampagnen zur Förderung eines verantwortungsbewussten Modekonsums.
- Zweckgebundene Fördermittel für forschungs- und entwicklungsbezogene Projekte der Kreativindustrie, zirkuläre Geschäftsmodelle sowie lokale, nachhaltige Produktion.
- Eine umfassende wirtschaftliche Studie zur Quantifizierung des tatsächlichen Wertes und der Wirkung des europäischen kreativen Modesektors.
„Der kreative Modesektor kann Europas stärkster kultureller und wirtschaftlicher Botschafter sein“, erklärt der EFA-Vorstand. „Mit der richtigen Unterstützung kann europäische Mode zum globalen Maßstab für nachhaltige, innovative und menschenzentrierte Gestaltung werden.“

Im Anschluss an die Veröffentlichung werden die EFA und ihre Mitglieder in den kommenden drei Monaten schrittweise ausgewählte Schwerpunktthemen aus dem Bericht hervorheben.
Über die European Fashion Alliance:
Die 2022 gegründete European Fashion Alliance ist das erste transnationale Bündnis europäischer Modeinstitutionen. Mit 27 Mitgliedern aus ganz Europa setzt sich die EFA dafür ein, eine nachhaltigere, innovativere, inklusivere und wettbewerbsfähigere Modezukunft für Europa zu gestalten.
Fotos: EFA
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Tags:Fashion Industry, EFA
Author: Silvia K. on
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